30. März 2026

Grüne Investments haben Gegenwind

Evgeny Ostrer, Portfoliomanager Fixed Income bei Warburg Invest, im Interview mit Fondsexklusiv:

Grüne Investments haben Gegenwind. Fondsanbieter rechnen aber mit besseren Zeiten und setzen beim Research- und Anlageprozess unterschiedliche Schwerpunkte. Differenzen zeigen sich auch bei der Bewertung von Nachhaltigkeitsthemen und -leadern. 

Anhaltender Gegenwind etwa durch geopolitische Spannungen, die vielerorts zu beobachtende Gegenreaktion auf ESG (Ökologie, Soziales und Unternehmensführung), regulatorische Rückschritte und uneinheitliche Ergebnisse belasten die Investmentbereitschaft der Anleger“, sagt Hortense Bioy. Die Leiterin des Sustainable Investing Research bei Morningstar Sustainalytics fügt hinzu: „Die Entwicklung der ESG-Fondsströme sieht nicht gut aus.” Weltweit verzeichneten nachhaltige Fonds – aktiv verwaltete und börsengehandelte – 2025 Nettoabflüsse in Höhe von 84 Milliarden US-Dollar. Im Jahr zuvor konnten noch Nettozuflüsse in Höhe von 38 Milliarden US-Dollar verbucht werden.

Gleichzeitig weist Bioy darauf hin, dass die Zahlen etwas verzerrt sind. Denn große institutionelle Investoren aus Europa, insbesondere aus dem Vereinigten Königreich, haben Vermögenswerte aus gepoolten ESG-Fonds in maßgeschneiderte ESG-Mandate umgeschichtet. Das hat einen Großteil der Abflüsse ausgemacht. Evgeny Ostrer, Portfoliomanager Fixed Income bei Warburg Invest, bestätigt diese Aktivitäten und weist noch darauf hin, dass die „Abflüsse größtenteils bei Aktienfonds zu verzeichnen waren, während Fixed-Income- und Multi-Asset-Strategien weiterhin Zuflüsse aufwiesen“. Zudem gab es bei den Mittelabflüssen von ESG-Fonds laut Ostrer mit den USA und Asien regionale Schwerpunkte. 

Den vollständigen Artikel finden Sie hier: