KI-Angst frisst Börsenwert der Softwarebranche

Martin Kluge, Portfoliomanager bei Warburg Invest für Südseiten der Börse München:

Die Aktienmärkte werden derzeit stark von der Technologiebranche angetrieben. Das gilt insbesondere für die USA.

Bisher verlief die Trennung zwischen Old und New Economy. Manuelle Prozesse wurden durch IT-gestützte Automation abgelöst. Doch jetzt wird die New Economy mit ihren digitalen softwaregetriebenen Prozessen angegriffen. Künstliche Intelligenz (KI) ist auf dem Vormarsch und macht Software obsolet, so die einhellige Meinung. Innerhalb dieser Branche kommt es zu einer Zweiteilung zwischen KI-Gewinnern und KI-Verlierern, die sich in den letzten Monaten nochmals deutlich beschleunigt hat. Der Markt unterscheidet also bei Technologieunternehmen zwischen denen, die durch künstliche Intelligenz Wachstumsschübe erhalten sollten und solchen, deren Softwarelösungen und Anwendungen von KI-Modellen verdrängt werden.

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