Warburg Volatilitätsprodukte: Härtetest bestanden

Tue Feb 20 12:25:59 CET 2018

Die Zeit neuer Allzeittiefs bei der Volatilität an den Aktienmärkten scheint vorerst vorbei zu sein. Die aktuellen Bewegungen führten, initial ausgelöst von veränderten Erwartungen zu den Geldmarktzinsen in den USA, zu deutlichem Stress an den Finanzmärkten. So stieg der VIX als Volatilitätsbarometer für die USA von Werten leicht über 10 innerhalb von wenigen Tagen auf bis zu 50 am 6. Februar an. Auch in Europa war diese Reaktion, wenn auch mit geringerer Ausprägung, am VSTOXX abzulesen. Dies ging einher mit inversen Terminkurven, so dass das kurze Ende der impliziten Volatilität oberhalb der längeren Laufzeiten liegt. Neben dem Niveau ist dies ebenfalls ein eindeutiges Merkmal nervöser Märkte.

Ein prominentes Opfer dieser Anstiege, speziell der VIX-Futures, war der VelocityShares Daily Inverse VIX Short-Term ETN. Dieses Produkt, welches Short-Positionen in VIX-Futures mit kurzer Laufzeit einnimmt, hat "über Nacht" mehr als 90% seines Wertes verloren und wird nun abgewickelt. Verschiedene indexierte Optionsstrategien verloren in diesem Umfeld ebenfalls. Reine Short-Put-Strategien, wie sie im CBOE S&P 500 PutWrite Index oder dem EURO STOXX 50 PutWrite Index repräsentiert werden, gaben in der Spitze annähernd zehn Prozent ab. Andere Strategieindizes, die Optionsstrategien ohne unmittelbaren Marktbezug abbilden, verzeichneten Kursverluste zwischen rund 6 und 9%.

 

Bessere Entwicklung als vergleichbare Indizes

Die von WARBURG INVEST im Warburg - Defensiv - Fonds gemanagte Strategie konnte sich in diesem Umfeld insgesamt behaupten. In diesem Fonds werden Calls und Puts auf Aktien(-indizes) verkauft, wobei das Delta aus dieser Position dynamisch eliminiert wird. So können unkorrelierte Erträge durch die Vereinnahmung der Volatilitätsrisikoprämie erzielt werden. Nach einer überdurchschnittlichen Wertentwicklung von rund 6% in 2017 lag der Kursrückgang in den letzten Tagen bei rund 3%. Der Fonds hat sich damit sowohl deutlich besser geschlagen als vergleichbaren Indizes als auch Produkte von Wettbewerbern hinter sich gelassen, welche im Mittel zwischen 4-5% und in der Spitze über 6% abgaben. Ursächlich für diese geringeren Verluste ist vor allem der von uns verfolgte Ansatz des Managements nach der Attraktivität der Risikoprämie. Diese war in den USA tendenziell unattraktiv und somit das Exposure gerade in dieser, von den Bewegungen am stärksten betroffenen Region, gering.

Aktuell haben wir im Rahmen unserer antizyklischen Investmentphilosophie das Exposure zur Volatilitätsrisikoprämie erhöht, da gerade jetzt die Attraktivität und so die Erwartungen an zukünftige Erträge ebenfalls deutlich gestiegen sind.

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