Nebenwerte: eine Chance für antizyklische Investoren

Jan 31, 2019

Das schwierige Börsenjahr 2018 endete mit einem regelrechten Abverkauf. Viele Investoren sind zurückhaltend, denn Gründe für ein unsicheres 2019 an den Märkten gibt es genug. Trotzdem hat der Kursrutsch in den letzten Monaten aus unserer Sicht bei einigen Nebenwerten zu einer Fehlbewertung der Ertragsstärke geführt. So impliziert dies eine deutliche Abschwächung der operativen Aussichten, die wir nicht in dem Umfang der jüngsten Kursrückgänge erwarten.

Für fundamentale Investoren mit einem mittel- bis langfristigen Anlagehorizont bieten sich aus unserer Sicht gerade jetzt wesentliche Chancen für einen antizyklischen Kauf hochqualitativer Unternehmen. Im Fokus unseres Portfolios stehen weiterhin Unternehmen mit hohen Marktanteilen und daraus resultierender Preissetzungsmacht, die in strukturellen Wachstumsmärkten aktiv sind und von einem langfristig incentivierten Management geführt werden. Der Nischenfokus vieler dieser „hidden champions“ ermöglicht es diesen, sich auch in schwierigeren Zeiten zu behaupten.

Kursschwäche für Neukäufe genutzt
Vor allem in der aktuellen Marktphase zahlen sich unsere langjährigen Unternehmenskontakte aus, um nach einem breiten Abverkauf besser differenzieren zu können. In den jüngsten persönlichen Gesprächen mit dem Management unserer Portfoliounternehmen wurde auch (verhaltener) Optimismus deutlich, denn langfristige Verträge oder mehrjährige Produktzyklen ermöglichen Visibilität bis in das zweite Halbjahr 2019 hinein. Des Weiteren haben viele Unternehmen bestätigt, dass man im Vergleich zu den Zeiten der Finanzmarktkrise vor zehn Jahren deutlich besser aufgestellt ist; z.B. in puncto Fixkosten, Bilanzqualität und Flexibilität der Produktionsprozesse. Wir haben daher die Kursschwäche in den letzten Wochen für Neukäufe von Unternehmen auf unserer Beobachtungsliste genutzt. Die Investitionen umfassten unter anderem:

•    PVA TePla. Der Aktienkurs verlor von der Spitze im Sommer über 40%, obwohl sich an den strukturell soliden Geschäftsaussichten wenig geändert hat. Das Hightech-Unternehmen mit weltweit führenden Positionen fertigt u.a. Kristallzuchtanlagen für die Halbleiterindustrie und bietet hier ebenfalls Lösungen für Siliziumkarbid an, welches für den Zukunftsmarkt der Leistungselektronik unverzichtbar ist, z.B. Elektromobilität inkl. Ladeinfrastruktur.

•    Hypoport büßte im Abverkauf seit September mehr als 30% der Marktkapitalisierung ein. Das Technologieunternehmen für die Finanzierungs- & Immobilien- sowie Versicherungswirtschaft ist jedoch nach wie vor bestens aufgestellt. Hypoport profitiert von der zunehmenden Digitalisierung durch Regulierung und Margendruck und bündelt das steigende digitale Transaktionsvolumen auf verschiedenen eigenen Plattformen.

•    Jenoptik, ein weltweit führender Photonik-Konzern, erlebte seit dem ersten Halbjahr einen Kursrutsch von fast 40%. Dennoch bleiben die optischen Technologien von grundlegender Bedeutung. Mit ihnen beliefert Jenoptik u.a. Unternehmen aus der Halbleiterausrüstungsindustrie, der Automobilindustrie, der Medizintechnik sowie der Luftfahrtindustrie.

Vieles deutet auf unruhiges Fahrwasser im Börsenjahr 2019 hin, aber mit festem Griff am Steuerrad und klarem Blick auf unsere Investmentphilosophie erwarten wir für unseren mittel- bis langfristigen Anlagehorizont eine Handbreit Alpha unterm Kiel.

 

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