Nebenwerte: Sorgfältiges Stockpicking führt auf die Erfolgsspur

Fri Apr 06 10:32:00 CEST 2018

Hidden Champions oder nur Spielball der Märkte? Julius Böttger, Analyst im Investment-Office von M.M.Warburg & CO, hat Nebenwerte einmal genauer unter die Lupe genommen. Zunächst stellt er in seinem Gastbeitrag für das Private-Banking-Magazin fest: „Die Aktien im deutschen S-Dax haben in den vergangenen zehn Jahren mit 176 Prozent deutlich besser abgeschnitten als die großen Dax-Werte mit einem Plus von 92 Prozent. Auch auf internationaler Ebene wiederholt sich über längere Zeiträume dieses Bild: Je geringer die Marktkapitalisierung, desto besser die Wertentwicklung.“ Die bessere Performance kleinerer Werte wird, so die landläufige Vorstellung, jedoch mit einer höheren Schwankungsanfälligkeit erkauft.

Ohne höheres Risiko Large Caps schlagen

Bei genauer Betrachtung, so Böttger, hat sich die Volatilität der Nebenwerte jedoch immer mehr der von Large Caps angeglichen. „Seit einiger Zeit ist die Volatilität kleinerer Aktien sogar geringer als bei größeren Aktien.“ Darüber hinaus kommt der Analyst zum Ergebnis: „Die Unternehmen, die eine linearere, gleichmäßigere Geschäftsentwicklung aufweisen sind auch die, die langfristig die stärksten Gewinnwachstumsraten aufweisen.“ Wer also die kleineren Unternehmen mit einem besonders stabilen Geschäftsmodell identifiziert und gezielt in diese investiert, kann ohne erhöhtes Risiko Large-Cap-Indizes schlagen.

Warburg Small & Midcaps setzt auf sorgfältiges Stockpicking

Es kommt somit auf ein sorgfältiges Stockpicking in diesem Segment an. Genau diesen Investmentansatz verfolgt Christoph Gebert, Fondsmanager des Warburg – D – Fonds Small & Midcaps Deutschland. Er betont: „Der persönliche und regelmäßige Kontakt zu diesen Unternehmen ist mir bei meiner Arbeit sehr wichtig.“ Daher besucht der Fondsmanager seit 17 Jahren regelmäßig interessante Kandidaten und spricht mit den Managern. Gebert: „Aus den gewonnen Informationen dann die richtigen Schlüsse zu ziehen, erfordert Erfahrung, Sachverstand und Menschenkenntnis.“

Zum Gastbeitrag von Julius Böttger

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