Investieren in Italien - trotz Unsicherheit mit klarem Fokus zu „bella alpha“

Wed Jun 06 10:59:50 CEST 2018

In den vergangenen Wochen prägte das politische Geschehen erneut verstärkt die Aktienmärkte. Die Aufkündigung des Iran-Abkommens durch die Amerikaner und die Einführung von Strafzöllen durch die Trump-Administration verunsicherten die Marktteilnehmer. Insbesondere die Wahl in Italien und die daraus resultierende Unsicherheit über den zukünftigen Verbleib Italiens in der EU ließen Erinnerungen an die Eurokrise aufkommen. Diese Gemengelage resultiert im Vergleich zu 2017 in höherer Volatilität an den Aktienmärkten. Einige stellen sich nun die Frage, ob jetzt fast zehn Jahre nach der großen Finanzkrise, erneut ein deutlicher Rücksetzer an den Märkten bevorstehen könnte.

Im Kontrast dazu steht jedoch die Stärke der letzten Berichtssaison.

Hohe Zufriedenheit bei den Unternehmen

Unser Eindruck aus Einzelgesprächen mit Unternehmensvorständen in den letzten Wochen sowie der Teilnahme an den jeweiligen Telefonkonferenzen zu den Quartalsergebnissen ist, dass die Unternehmen schon lange nicht mehr so zufrieden waren mit dem Geschäftsverlauf wie aktuell. Besonders Unternehmen, die verstärkt dem Konjunkturzyklus ausgesetzt sind, wie beispielsweise Maschinenbauer, verzeichnen eine hohe Nachfrage und einen starken Auftragseingang.

Die anhaltende instabile politische Situation in Italien überschattet die Tatsache, dass besonders in Norditalien hervorragend geführte Small- & Midcap-Unternehmen angesiedelt sind, die trotz widriger politischer Umstände seit Jahrzehnten profitabel wirtschaften. Im Gespräch mit dem jeweiligen Management wird in Hinsicht auf diese Unsicherheiten eine ausgeprägte Gelassenheit deutlich und die damit verbundene Maxime, sich klar auf das operative Geschäft zu fokussieren.

Italien bietet Chancen für langfristigen Anlagehorizont

Als Teil unserer Anlagestrategie für den Warburg –D– Small&MidCaps Europa (ISIN: DE000A0LGSA4) beobachten wir die relevanten Endmärkte unserer Portfoliounter-nehmen sowie deren operative Entwicklung genauestens und vernehmen hier derzeit keine nach-lassende Dynamik. Daher bieten aus unserer Sicht gerade die aktuellen politischen Unsicherheiten in Italien eine Chance für unseren langfristigen Anlagehorizont. Insbesondere unser Fokus auf strukturelles Wachstum, hohe Wettbewerbsqualität und ein exzellentes Management zahlen sich hier aus. Denn die dritte Komponente unserer Anlageentscheidung ist die attraktive Bewertung eines solchen Unternehmens zum Einstiegszeitpunkt. Gerade letzteres kann im Falle von kurzfristigen Turbulenzen durch politische Unsicherheiten ein ideales Investitionsumfeld für hochqualitative Unternehmen bereiten und sich langfristig bezahlt machen.

Investments in drei italienische Unternehmen

Aktuell sind wir in drei italienische Unternehmen investiert: Interpump, Recordati und Cembre. Die Führung all dieser Unternehmen haben wir persönlich getroffen und telefonieren regelmäßig mit dem Management. Darüber hinaus beobachten wir weitere italienische Werte: In den vergangenen 9 Monaten haben wir auf verschiedenen Kapitalmarktkonferenzen Vertreter von mehr als 20 italienischen Unternehmen getroffen. Zur Ausführung der Anlageentscheidung fehlt aktuell die notwendige attraktive Bewertung, welche durch die kurzfristigen Turbulenzen jedoch erreicht werden könnte. Wir sehen die derzeitigen Turbulenzen daher als Chance für unseren langfristigen, fundamentalen Investitionsansatz.

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