Equinor – wir begleiten ein Unternehmen in der Transformation

May 10, 2021

Für die „schmutzigen“, kohlenstoffintensiven Industrien wie zum Beispiel Öl, Gas oder Kohle ist die Veränderung in eine nachhaltige Zukunft ein weiter Weg. Jahrzehntelang erprobte und etablierte Prozesse müssen von Grund angepasst werden. Das ist meist nicht nur eine Frage des Managements, sondern bedarf auch des Schulterschlusses im gesamten Unternehmen mit allen beteiligten Interessengruppen.

Einer der Vorreiter in diesem Wandlungsprozess im europäischen Öl- & Gassektor ist Equinor. Das norwegische Unternehmen (früher Statoil) wird vom ESG Datenanbieter MSCI mit „AAA“ bewertet und gehört damit zu den bestbewerteten Unternehmen innerhalb des Sektors.

Obwohl Norwegen seinen Wohlstand den immensen Öl- und Gasvorkommen in der Nordsee zu verdanken hat, gilt das Land als Vorreiter in der Entwicklung hin zu einer nachhaltigen Volkswirtschaft. In diesem Fahrwasser plant Equinor seine Tätigkeit in Norwegen ab 2030 CO2­­-neutral auszuüben. Die globalen absoluten Treibhausgasemissionen sollen bis spätestens 2050 ebenfalls auf Netto-Null reduziert werden. Mit diesen Vorgaben ist Equinor im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens.

Diese selbstgesetzten Ziele sind ehrgeizig, und da Equinor sie offen kommuniziert, können Investoren die Anstrengungen zu ihrer Umsetzung auch einfordern. Transparenz ist für die Kapitalmarktinvestoren das A und O, um den Fortschritt dieses Wandlungsprozesses zu beobachten. Aus diesem Grund halten wir aktives Engagement mit den Unternehmen, in die wir investieren, für entscheidend, um kritische Themen direkt anzusprechen und den Wandel hin zu einem nachhaltigen Wirtschaftsmodell zu begleiten. Und um unserer Verantwortung als Investor gerecht zu werden.

Auch wenn die genannten Maßnahmen von Equinor sich wie ein Musterbeispiel der Transformation hin zu einem nachhaltigen Geschäftsmodell lesen, gibt es auch in diesem Fall kritische Themen, die betrachtet und adressiert werden müssen. In diesem Fall sind es primär die Schiefergasaktivitäten in den USA und Öl- und Gasförderungen um den Arktiskreis. Wir haben unser Bedenken zu diesen Geschäftsaktivitäten beim Unternehmen angesprochen und werden die Geschehnisse in diesem Segment weiter beobachten. Der Dialog mit dem Unternehmen war sehr konstruktiv und wir konnten den Eindruck gewinnen, dass das sehr gute MSCI-Rating gut begründet ist. Wir bleiben dennoch mit dem Management im steten Austausch und versuchen in unserer Rolle weiter dazu beizutragen, dass Equinor die hochgesteckten Ziele auch erreicht.

 

* Hinweis: Warburg Invest ist über mehrere Fonds in diesem Unternehmen direkt investiert.

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