ESG-Kriterien: Individuelle Vorstellungen stärker berücksichtigen

Feb 5, 2019

Das Thema „nachhaltiges Investieren“ steht auch und gerade bei institutionellen Investoren weit oben auf der Agenda. Europäische Nachbarn sind dabei im Vergleich zu Deutschland meist schon etwas weiter. In den nächsten Jahren wird sich das Thema auch hierzulande aus der Nische herausarbeiten und zu einem zentralen Faktor bei umfangreichen Anlageentscheidungen werden. In diese Richtung wirkt neben dem Stimmungswandel in der Öffentlichkeit und bei Entscheidern auch die regulatorische Praxis.

Grundlegende Trends
Auf Veranstaltungen wie unserer „Winter-Roadshow“ in Österreich sowie bei Einzelgesprächen mit Kunden merken wir, wie wichtig ESG-Kriterien bei Investments geworden sind. Zwei grundlegende Trends sind dabei erkennbar:

Zum einen geht es der Mehrzahl der Investoren um nachhaltige Strategien, die eine attraktive Rendite ausweisen, das heißt für ausschließlich „wohltätige“ Investments können sich nur wenige Marktteilnehmer erwärmen.

Zum anderen variiert das Verständnis von validen ESG-Kriterien zwischen Investoren teils erheblich. Nach dem Prinzip „What you see is what you get“ versteht zum Beispiel eine Kirchenbank andere Dinge unter Nachhaltigkeit als eine Pensionskasse. Je größer der Markt nachhaltiger Investments wird, desto entscheidender ist es, auf individuelle Wünsche und Vorgaben der Investoren einzugehen. „Durch unsere große Erfahrung auf dem Gebiet sowie durch hausinterne ESG-Spezialisten können wir sehr flexibel auf kundenindividuelle Vorstellungen eingehen“, erläutert Andreas Stehr, Portfoliomanager von Warburg Invest und Experte in Sachen nachhaltiges Investieren. Diese Fähigkeit werde zunehmend nachgefragt.

Österreich in der Entwicklung weiter
In Österreich wie in Deutschland waren es anfänglich hauptsächlich kirchliche Investoren, die sich mit dieser Materie auseinandergesetzt haben. Heutzutage hat sich eine breite institutionelle Anlegerschicht gebildet, die ihren Investmentansatz nach diesen Kriterien ausrichten möchte. Neben Stiftungen und Pensionskassen kommen immer öfter Family Offices, Versicherungen und Dachfondsmanager auf uns zu mit der Frage nach nachhaltigen Investments. „Insgesamt liegt im Markt nach wie vor großes Potenzial brach“, sagt Experte Stehr. „Österreich ist hier vielfach schon weiter als Deutschland. Dennoch gilt für beide Länder: Investoren würden dem Thema gern mehr Beachtung schenken, sehen bei sich jedoch noch einen sehr hohen Beratungsbedarf. Und genau hier werden wir auch in diesem Jahr in unserem neuen Verbund mit der ehemaligen NordLB Asset Management verstärkt ansetzen.“

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